Der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments wird morgen Vorgaben für die CO2-Emmissionen von PKW für das Jahr 2025 verabschieden. Der politische Kompromiss, der von allen großen Fraktionen getragen und damit aller Wahrscheinlichkeit nach angenommen werden wird, sieht eine nicht verbindliche Zielvorgabe von 68 bis 78 g CO2 pro Kilometer für Personenkraftwagen vor.
Holger KRAHMER, umweltpolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament kritisiert die Entscheidung: “Die hier debattierte Verordnung sollte eigentlich die Machbarkeit der geltenden CO2-Ziele für PKW für das Jahr 2020 untersuchen. Ein Ziel für 2025 hat darin nichts zu suchen. Neue Ziele, auch unverbindliche, gehören nicht in dieses Dossier. Das Parlament nimmt mit diesen Festlegungen nötige Folgeabschätzungen und Studien der EU-Kommission vorweg. Die jetzt vorgelegten neuen Grenzwerte sind letztlich rein willkürliche, politische Nummern.”
Besondere Begünstigungen für PKW mit alternativen Antrieben, die weniger als 50 g CO2/km emittieren, sogenannte ‚Super-Credits’ sind in dem Kompromiss ebenfalls enthalten. Solche Fahrzeuge werden bei der Berechnung des Flottendurchschnitts stärker gewichtet (Faktor 1,5), was sich begünstigend auf den Durchschnitt auswirkt.
“Die Super-Credits sind ein wichtiger Anreiz für die Entwicklung und Vermarktung von Autos mit sehr geringem CO2-Ausstoß, wie etwa Elektroautos oder Hybridfahrzeuge”, so Krahmer.
In der morgigen Abstimmung wird die Verhandlungsposition des Parlaments mit dem Rat festgelegt. Das Dossier wird im Trilog zwischen Rat und Parlament weiterverhandelt.



