MEISSNER: Das Fehlen eines einheitlichen Luftraums kommt Wirtschaft und Umwelt teuer
Der Verkehrsausschuss des Europäischen Parlaments warnt vor schweren Konsequenzen, falls es den EU-Mitgliedsstaaten nicht gelingt, bald zu einer Einigung beim einheitlichen europäischen Luftraum zu kommen. Das ist der Kern eines Berichts, den er heute in Brüssel angenommen hat.
Gesine MEISSNER, Obfrau der Liberalen im Verkehrsausschuss und Berichterstatterin für ihre Fraktion: “Derzeit nehmen Flüge oft nicht den direktesten Weg, sondern müssen Zickzack fliegen, weil der Luftraum reserviert ist, zum Beispiel für militärische Nutzung. Das ist weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll. Hätten wir solche Transportrouten am Boden würden wir uns an die Stirn greifen. Warum lassen wir das in der Luft zu?”
“Die meisten EU-Mitgliedsstaaten haben noch immer nicht die zu seiner Vollendung notwendigen Ziele erreicht. Vor allem Deutschland und Frankreich kommt hier eine zentrale Rolle zu. Sie sollten nun endlich eine gemeinsame Lösung beim Aufbau des zentraleuropäischen ‘Functional Airspace Block’ finden, um das Zustandekommen des einheitlichen europäischen Luftraums nicht zu gefährden.”
“Der Verkehrsausschuss fordert die EU-Kommission daher auf, Vertragsverletzungsverfahren gegen diejenigen Staaten einzuleiten, die die EU-Gesetzgebung in diesem Bereich nicht einhalten. Es ist im Interesse aller, dass ein sicheres und effizientes Luftliniensystem schnell entwickelt wird.”



