Politik braucht Typen wie Chatzimarkakis

Schluss mit dem Pranger im Netz – Zur Berichterstattung über Jorgo Chatzimarkakis im Zusammenhang mit dessen Dissertation sagt Alexander Graf Lambsdorff:

„Jorgo Chatzimarkakis ist ein kreativer Kopf und ein mutiger Querdenker. Er hat es mit Sicherheit nicht nötig gehabt, Textstellen anderer Autoren zu übernehmen, um Ideen zu produzieren. Denn diese entwickelt und diskutiert er mit Leidenschaft nahezu ununterbrochen. Außer seiner Dissertation hat er in den letzten Jahren zwei weitere politische Bücher herausgegeben, ‘Freiheit und Gemeinsinn’, gerade jetzt wieder aktuell, und ‘Europäischer Patriotismus: Unsere Interessen zwischen Amerika und China’.

In der Öffentlichkeit nimmt er manchmal kein Blatt vor den Mund und eckt damit an. Aber braucht die Politik nicht genau solche mutigen, unkonventionellen und manchmal schrägen Typen? Wer nur noch glattgeschliffene Funktionäre in der Politik will, der kann sich über die Kampagne gegen Chatzimarkakis freuen. Wer Charakterköpfe will, sollte sich fragen, ob Chatzimarkakis’ aktuelle Schwierigkeiten nicht mehr über unsere politische Kultur aussagen als über den hier in Frage gestellten Politiker.“