Pakt zum Schutz illegaler Einwanderer dringend erforderlich
Im Rahmen der Eröffnung der 7. Jahrestagung “Illegalität” der Katholischen Akademie fordert Nadja Hirsch: “Wir brauchen einen ‘Europäischen Pakt zum Schutz von Menschen ohne Papiere’. Deutschland muss hier eine Vorreiterrolle übernehmen. Dies wird eine Herausforderung an den neuen Bundesinnenminister Friedrich sein.”
“Man geht davon aus, dass sich drei bis acht Millionen Migranten illegal in der EU aufhalten - davon alleine zwischen 196.000 und 456.000 in Deutschland. Wir können den Kopf nicht in den Sand stecken und so tun, als ob diese Menschen nicht da sind. Illegalität darf nicht zum Tabu-Thema werden”, so Hirsch.
“Neben der Abwehr illegaler Einwanderung durch verstärkte Grenzzusammenarbeit, Rückführungsabkommen oder Sanktionen für Arbeitgeber, die Schwarzarbeiter anheuern, müssen wir aber auch Lösungen für diejenigen finden, die schon bei uns sind. Der bessere Schutz vor Menschenhandel und Ausbeutung ist ein zentrales Anliegen liberaler Europapolitik. Auch muss es illegalen Einwanderern möglich sein, zum Arzt zu gehen oder ihre Kinder zur Schule zu schicken. Denn selbst wenn diese Menschen illegal in Europa eingereist sind, gilt: die Menschenrechte sind universell.”



