Fortschritt für Tierschutz
„Ein erster Schritt hin zu europaweit einheitlichen Tierversuchsstandards“, begrüßt Britta Reimers agrarpolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament, den Kompromiss zur Novelle der Tierversuchsrichtlinie, den das Europäische Parlament heute angenommen hat.
„Damit werden die Forderungen von Tierschützern und der Forschungsgemeinschaft auf einen gemeinsamen Nenner gebracht. Neben dem Schutz der Tiere trägt die Politik auch Verantwortung für das Wohl derjenigen Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen auf die medizinische Grundlagenforschung angewiesen sind. Die Freiheit der Wissenschaft und der Forschungsstandort Europa müssen daher ebenso geschützt werden. Die vorliegende Novelle ist ein erster Schritt hin zu einer modernen Tierschutzpolitik, die Menschen und Tiere gleichermaßen schützen und zukünftige Verbesserungen ausdrücklich vorsieht“, kommentierte Reimers den Ausgang der Abstimmung.
Die aktuell gültige Richtlinie stammt aus dem Jahr 1986 und gilt als veraltet. Der von den Liberalen unterstützte Kompromiss sieht eine zulässige Höchstgrenze für Schmerzen vor, verpflichtet zur Nutzung von Alternativen zu Tierversuchen und baut auf wissenschaftsbasierte Zulassung von Tierversuchen. Außerdem muss die Europäische Kommission Tierschutzvergehen überprüfen, wenn sie von Bürgern dazu aufgefordert wird und ein hinreichender Grund zur Besorgnis besteht.



