Gleiche Wettbewerbsbedingungen für Landwirte, Verarbeiter und Handel gefordert
„Ein Griff in die Mottenkiste veralteter Agrarpolitik“, kritisiert Britta Reimers, agrarpolitische Sprecherin der FDP im EP den Initiativbericht über die Funktionsweise der Lebensmittelkette, den das Europäische Parlament heute angenommen hat.
„Die Gewinnverteilung in der Lebensmittelkette ist aus dem Gleichgewicht geraten - meist zu Lasten der Landwirte. Dies ist die richtige Schlussfolgerung im vorliegenden Berichts. Die Lösungsvorschläge sind jedoch gespickt mit planwirtschaftlichen Forderungen von Preissteuerung und Sonderkonditionen für Erzeugergemeinschaften bis hin zur öffentlichen Diskreditierung erfolgreicher Unternehmen – ein Weg, der unweigerlich in die Sackgasse bürokratischer Überregulierung führt“, so Reimers.
„Maßnahmen, die sich nicht an den Grundprinzipien der sozialen Marktwirtschaft orientieren, haben in der Vergangenheit versagt und werden dies auch weiter tun. Um die Situation der Landwirte zu verbessern, muss die Wettbewerbsfähigkeit und die unternehmerische Freiheit der europäischen Landwirtschaft langfristig gefördert werden. Wichtig wäre dafür zu sorgen, dass zwischen Verhandlungspartnern der Einblick in die Kostenstruktur und der Zugang zu den Daten des Gegenübers gleichberechtigt sind.“



