Fischimporte: Kontrolle ja, Marktabschottung nein

Zollschranken und Einfuhrbestimmungen zur Qualitätssicherung bei Fischimporten hat heute das Europäische Parlament gefordert. Britta Reimers, fischereipolitische Sprecherin der FDP im EP kritisiert die Entscheidung: „Wir brauchen Regulierung und Kontrolle der eingeführten Waren, aber der Markt darf nicht abgeschottet werden.“

Der EU Markt für Fisch ist mit einem Volumen von 12 Millionen Tonnen und einem Wert von 55 Milliarden Euro, der Größte der Welt. Dieser Markt wächst rapide und er ist zunehmend von Importen aus Drittstaaten abhängig, da die Produktion innerhalb der EU nicht ausreicht und im globalen Preiswettbewerb nicht bestehen kann.

Reimers: „Der Bericht spricht die gemeinsamen Handelspolitik an, die Frage, ob die wachsenden Importe in die EU tatsächlich den Anforderungen entsprechen, in ökologischer, sozialer, gesundheitlicher und qualitativer Hinsicht, und ob die dringend notwendige Reform der gemeinsamen Marktorganisation für die Fischerei, deren 10 Jahre alten Mechanismen nicht mehr den aktuellen Herausforderungen genügen, die sich insbesondere aus der schrittweisen Abschaffung der Zölle und dem immer schärferen Einfuhrwettbewerb ergeben.“

Reimers setzte sich für erfolgreich für ausgewogenere Formulierungen ein: „Statt die Marktliberalisierung grundsätzlich zu verdammen, weist der Bericht nun auf mögliche Gefahren von geöffneten Märkten hin, wenn nicht für alle die gleichen Spielregeln gelten. Auch wird dem Verbraucher nun nicht länger die Mündigkeit abgesprochen, sondern lediglich darauf verwiesen, dass die massenhafte Einfuhr von Fischereiprodukten das Kaufverhalten beeinflussen könnte.“