EU braucht Landwirte keine Schreibwirte
Das Europäische Parlament fordert für die Gemeinsame Agrarpolitik in der Finanzperiode 2014-2020 einen mindestens gleichbleibenden Haushalt, ein Festhalten am 2-Säulen-System, Beschränkung der Marktinterventionen auf Krisenzeiten und ein angemessenes Sicherheitsnetz, sowie mehr Effizienz in der Landwirtschaft um die Klimabilanz zu verbessern.
Britta Reimers, agrarpolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament, begrüßt die Entscheidung: „Die Abgeordneten fordern eine Weiterentwicklung, keine Neuentwicklung der Gemeinsamen Agrarpolitik, das ist gut so. Wenn wir in Europa auch in Zukunft eine gesunde Landwirtschaft erhalten wollen, müssen wir auch auf die Bedürfnisse der Bauern achten. Diese sind: So wenig bürokratische Nachweispflichten wie nötig und so viel unternehmerische Freiheit wie möglich um ein angemessenes Einkommen erzielen zu können.
Um den Herausforderungen der Zukunft standhalten zu können, müssen Landwirte befähigt werden, wirtschaftlich und ökologisch noch effizienter produzieren zu können. Der Zugang und die Nutzung von neuen Technologien spielt dabei eine zentrale Rolle, auch im Hinblick auf die internationale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Landwirtschaft.“
Kritisch äußerte sich Reimers zu der geforderten verstärkten Bindung von Direktzahlungen an Umweltmaßnahmen, die über Cross-Compliance Anforderungen hinausgehen: „Dadurch werden die Nachweispflichten für Landwirte und damit die Bürokratie weiter erhöht. Die vorrangige Aufgabe der Landwirtschaft bleibt die Versorgung der Gesellschaft mit hochwertigen Nahrungsmitteln, ein respektvoller Umgang mit der Umwelt ist dabei für Landwirte eine Selbstverständlichkeit.“



