Politik darf nicht Gehälter festlegen

Banken werden bis Ende des Jahres 2011 verpflichtet, Verbriefungen und Weiterverbriefungen mit ausreichend Eigenkapital zu unterlegen und Manager-Boni stärker an Risiken zu koppeln und in Relation zur Gesamtvergütung zu setzen.

Dr. Wolf Klinz, finanzpolitischer Sprecher der FDP im EP zu den Eigenkapitalvorschriften: “Die Wirtschaftskrise hat gezeigt, dass Vergütungsstrukturen, die im Wesentlichen ergebnisorientiert sind, als Brandbeschleuniger wirken können. Ich unterstütze das Vorgehen der Europäischen Union, die bisherige Vergütungspolitik auf langfristige Erfolge und mehr Haftung der Entscheidungsträger neu auszurichten. Dennoch darf dies nicht dazu führen, dass die Politik die Gehälter festlegt. Diese Aufgabe sollte in den bereits vorhandenen Gremienstrukturen wie Aufsichtsrat und Hauptversammlung der Banken verbleiben. Die vorgeschlagene Vergütungspolitik darf bestehende Strukturen somit nicht ersetzen, sondern allenfalls - dort wo notwendig - ergänzen, sofern dies der Qualität wirtschaftlicher Entscheidung dienlich ist.”