Passagiere wollen Schutz, aber auch ein breites Angebot
Keine Einigung bei Verbesserung der Verbraucherrechte für Busreisen: Das Europäische Parlament und die Kommission fordern deutliche Verbesserungen für Busreisende, der Rat drängte auf relativ weitreichende Ausnahmeregelungen, um kleine Anbieter nicht unverhältnismäßig zu belasten.
Gesine Meißner, transportpolitische Sprecherin der FDP im EP, warnt vor Übertreibung: „Ich bin grundsätzlich für effektiven Verbraucherschutz. Er darf aber nicht so weit gehen, dass die Anbieter - gerade bei Bussen häufig kleinere und mittlere Unternehmen - durch zu hohe Forderungen, wie beispielsweise unbegrenzte Entschädigungshöhen und Vorauszahlungen bei Unfällen, aus dem Markt gedrängt werden. Passagiere wollen Schutz, aber auch ein breites Angebot.“
Eine gute Lösung sei die Einigung bei der Regelung der Schiffsreisen, so Meißner: „Ich bin froh, dass wir eine europäische Regelung für Schiffsreisen haben. Haftungs- und Entschädigungsansprüche gegenüber den Beförderern sowie besondere Rechte für Passagiere mit Behinderungen haben sich im Flugverkehr bewährt. Gut, dass es solche Regeln jetzt auch für Schiffsreisen gibt.“
Während die Regelung für Schiffsreisen in Kraft treten können, gehen die Verhandlungen für Busreisen im Vermittlungsausschuss weiter, hier muss bis spätestens Ende des Jahres eine Entscheidung getroffen werden.



