Maritime Wirtschaft erzielt 40 Prozent der EU-Wirtschaftsleistung

„Der maritimen Wirtschaft wird großes Wachstumspotenzial bescheinigt. Wir können sie nur dann effizient, nachhaltig und schonend entwickeln, wenn wir die Interessen aus den verschiedenen Bereichen bündeln und aufeinander abstimmen“, hat Gesine Meißner, transportpolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament, bei der Vorstellung ihres Berichts zur integrierten Meerespolitik erklärt.

„Ziel meines Berichts ist, die europäische Meerespolitik in einem sektorübergreifenden Ansatz voranzubringen. Die See bietet uns so viele Ressourcen von Transport über Fischerei, Forschung und Tourismus bis hin zur Energiegewinnung. Ich fordere daher die Kommission auf, in diese Richtung aktiver zu werden und bis 2013 eine umfassende und sektorübergreifende Strategie für ein nachhaltiges Wachstum im maritimen Sektor zu entwickeln.“

Dem Bericht zur Integrierten Meerespolitik wird in der Europäischen Kommission genug Bedeutung zugemessen, dass die Kommissarin für maritime Angelegenheiten und Fischerei, Maria Damanaki, persönlich an der Debatte mit den Abgeordneten teilnahm.

Die maritime Wirtschaft stellt in Deutschland in ihren unterschiedlichen Sektoren, von Schiffahrt bis Hafenwirtschaft, Schiffbau und –zulieferung sowie dem Bereich Meeresforschung und –technik, einen bedeutenden Wirtschaftszweig dar: 215.000 Beschäftigte erwirtschaften hier 36 Mrd. Euro pro Jahr. Zahlreiche Arbeitsplätze in nachgelagerten Industrien hängen davon ab. Bezogen auf ganz Europa werden 40 Prozent der Wirtschaftsleistung an den Küsten erwirtschaftet.