Kommission muss bei Rohstoffstrategie Führungsrolle übernehmen

„Die Kommission muss bei einer gemeinsamen europäischen Rohstoffstrategie, insbesondere für Metalle und industrielle Mineralien, die Führung übernehmen“, forderte Michael Theurer, handelspolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament heute im Rahmen des Symposiums zur Versorgung Europas mit nicht-energetischen Rohstoffen in Paris.
 
„Die Bedeutung von Metallen und industriellen Materialien steigt weltweit stark - die EU muss sich auf diese Situation einstellen, da die Versorgung mit Rohstoffen häufig von den Exporten weniger Länder abhängt. Nationale Mitgliedsstaaten sollten Alleingänge vermeiden, viel mehr sollte eine kohärente Strategie folgen, die gebündelte Aktivitäten vorsieht. Bisher gibt es keinen einheitlichen europäischen Ansatz in der Rohstoffpolitik, dies trifft besonders kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland.“
 
Dringenden Handlungsbedarf sieht Michael Theurer in der Entwicklungshilfe der Wirtschafts- und Forschungspolitik: „Die Wirtschafts- und Forschungspolitik muss wirksam mit der langfristigen Sicherstellung der Versorgung der europäischen Wirtschaft mit Rohstoffen verknüpft sein.“
 
Er plädiert dafür, Vorschläge der europäischen Wirtschaft ernsthaft zu prüfen, ob die Bündelung europäischer Einkaufsmacht zumindest übergangsweise zugelassen werden kann, solange es weltweit keine wirksame Wettbewerbs- und Kartellkontrollen gibt.
 
Zu den Metallen und Industriemineralien gehört zum Beispiel Lithium, das in Batterien und Akkumulatoren verwendet wird. Ohne Lithium wäre Elektromobilität nicht denkbar.