Fleischkleber-Verbot: Geschmacksfragen dürfen nicht politisch entschieden werden
Klebeschinken wird verboten – Der Antrag, bestimmte Zutaten zu verbieten, mit denen beispielsweise Fleischteile zu Schinken zusammengefügt werden, ist heute im Europaparlament angenommen worden. “Das Europäische Parlament hat eine Entscheidung getroffen, für die es keine sachliche Begründung gibt”, sagt Holger Krahmer, umweltpolitischer Sprecher der FDP im EP:
„Metzger stellen mit den gleichen Zutaten seit Jahrhunderten Blut- und Leberwurst her. Thrombin und die anderen diskutierten Stoffe sind tierischen Ursprungs und laut Europäischer Lebensmittelagentur vollkommen unbedenklich. Entscheidend ist, dass in der Fleischverarbeitung die Hygienevorschriften beachtet werden.“
Britta Reimers, agrarpolitische Sprecherin der FDP im EP: „Natürlich darf ein aus mehreren Fleischteilen zusammengesetzter Schinken nicht als vollwertiger Schinken verkauft werden, der Verbraucher muss auf jeden Fall verlässlich informiert werden, was er kauft. Das ist aber etwas völlig anderes als das Verbot unbedenklicher Zutaten. Geschmacksfragen sollten nicht von Politikern sondern an der Ladentheke entschieden werden.“



