Arzneimittelfälschern soll das Handwerk gelegt werden
EU-weit einheitliche Sicherheitsmerkmale für verschreibungspflichtige Arzneimittel hat heute der Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments beschlossen. Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament, begrüßt die Entscheidung:
„Die Abstimmung ist wichtiger Erfolg im Kampf gegen Medikamentenfälscher. Der Beschluss sieht vor, dass legal gehandelte rezeptpflichtige Medikamente vom Ladentisch bis zum Hersteller zurückverfolgt werden können. Skandale, wie bei den gefälschten Arzneien in deutschen Apotheken sind dadurch leichter zu verhindern.“
Alle vorgeschlagenen Kompromisse wurden mit großer Mehrheit angenommen. So stimmten die Abgeordneten für europaweit einheitliche Sicherheitsmerkmale auf verschreibungspflichtigen Arzneimitteln. Ebenfalls akzeptiert wurden Regelungen für Internet-Apotheken: Die Anbieter werden von den nationalen Aufsichtsämtern autorisiert und dürfen dies über ein Logo auf ihrer Website zeigen. Über öffentliche Listen geprüfter Internetapotheken wird sichergestellt, dass das Logo nicht missbraucht wird.
Eine spezielle Regelung ist für den Parallelhandel vorgesehen: Packungen dürfen zwar weiterhin zum Umverpacken geöffnet werden, Primärverpackungen (Tablettenblister, Flaschen, etc.) sollen aber unversehrt bleiben, so Krahmer: „Der Parallelhandel war der einzige strittige Punkt in der Debatte, hier wurde ein Kompromiss gefunden, der für alle Seiten tragbar ist.“
Die Abstimmung im Plenum ist für Juni geplant.



