Digitale Dividende effizient nutzen

Europa darf im digitalen Zeitalter nicht abgehängt werden - Im Rahmen eines Pressegespräches zu den Chancen und Herausforderungen der digitalen Dividende wies Nadja Hirsch, FDP-Europaabgeordnete, mit Nachdruck auf die wesentlichen Aspekte hin: „Ziel muss es sein, einen attraktiven, digitalen Binnenmarkt für den europäischen Verbraucher zu schaffen. Denn dieser birgt ein enormes wirtschaftliches Wachstumspotential für ganz Europa. Ein erster Schritt muss daher der Breitbandausbau im ländlichen Raum sein. Dadurch bieten wir sowohl den Privathaushalten wie auch Unternehmen Zugang zu neuen Diensten und Inhalten. Breitbandausbau ist ein zentraler Standort- und Innovationsfaktor.“

Bei der Digitalen Dividende handelt es sich um Frequenzen im Teilbereich 790 bis 862 Megahertz, die durch die Umstellung von analogem auf digitales terrestrisches Fernsehen frei werden. Obwohl sie ein nicht greifbares Gut ist, ist die digitale Dividende eine wertvolle und vor allem knappe Ressource, die sowohl von wirtschaftlichem als auch von sozialem Wert und Interesse ist.

„Nutzer werden immer mobiler. Nationale Grenzen dürfen deshalb nicht zu einer Barriere in der virtuellen Welt werden. Ein gewisses Maß an Koordinierung auf EU-Ebene ist daher notwendig. Zunächst geht es darum, die europaweite vollständige Umstellung von analog auf digital baldmöglichst zu vollziehen. Weiterhin müssen technische Lösungen gefunden werden, damit die Verbraucher Dienste grenzüberschreitend und störungsfrei nutzen können“, so Nadja Hirsch.

Deutschland hat diese Umstellung bereits abgeschlossen. Die Vergabe der freigewordenen Frequenzen erfolgt über eine Versteigerung, die am Montag, den 12. April beginnt. Daran nehmen vier Mobilfunkanbieter, Telekom, Telefonica/O2, Vodafone und E-Plus teil.

Nadja Hirsch ist als Mitglied der liberalen Fraktion (ALDE) im Kulturausschuss zuständig für die Stellungnahme zur Digitalen Dividende.