Kinderpornographie löschen, nicht zensieren
Mehr Einsatz im Kampf gegen Kinderpornographie und Kindesmissbrauch kündigt EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström an. Dazu Silvana Koch-Mehrin, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und Nadja Hirsch, sozialpolitische Sprecherin der FDP im Europäischen Parlament:
Koch-Mehrin: „Internetsperren sind der falsche Weg im Kampf gegen Kinderpornographie. Deswegen haben Union und FDP in Berlin ja im Koalitionsvertrag von dieser Idee Abstand genommen. Das Europäische Parlament wird über diesen Vorschlag der Kommission entscheiden, und ich bin mir sicher: er wird keine Mehrheit finden.“
Nadja Hirsch: „Kindesmissbrauch ist ein abscheuliches Verbrechen. EU-Innenkommissarin Malmström hat diesem Verbrechen den Kampf angesagt und kann auf die Unterstützung der FDP zählen. Wir wollen das Problem an der Wurzel packen, dafür muss Prävention gestärkt werden, Opfer brauchen Ansprechpartner, um leichter über Missbrauch berichten zu können. Sind Täter gefasst, muss der Rückfall verhindert werden. Um Kinderpornographie aus dem Internet zu verbannen, müssen die Inhalte von den Servern gelöscht werden. Internetsperren sind zu leicht zu umgehen, als dass sie den Eingriff in das Grundrecht auf Meinungs- und Informationsfreiheit rechtfertigen würden.“



