Pflicht zur Herkunftskennzeichnung ist Unsinn
Das Europäische Parlament hat heute über den Eigeninitiativbericht zur Qualitätspolitik für Agrarerzeugnisse abgestimmt. Eine Wiedereinführung der erst kürzlich abgeschafften Vermarktungsstandards für Gemüse wurde abgewehrt. Die Abgeordneten stimmten allerdings für die verpflichtende Herkunftskennzeichnung von Lebensmitteln, die aus einer Zutat bestehen, zum Beispiel Milch.
Reimers kritisiert die Entscheidung: „Die Pflicht zur Herkunftskennzeichnung belastet Erzeuger und Verarbeiter mit Bürokratie. Bei einigen Erzeugnissen ist die Kennzeichnung technisch nur unter extrem hohem Aufwand umsetzbar und teuer. Molkereien in Grenzregionen sammeln Milch in mehreren Mitgliedsstaaten, die dann einzeln auf allen Milchtüten aufgezählt werden müssten. Das ist zuviel Aufwand, zu teuer und nicht zuverlässig umsetzbar. Der Nutzen für den Verbraucher ist gleich Null. Für mich ist das der erste Schritt weg vom Binnenmarkt und hin zur Renationalisierung.“
Positiv kommentierte Reimers die Ablehnung von Vermarktungsstandards für Obst und Gemüse: „Einige Abgeordnete haben versucht, den europäischen Verbrauchern den Krümmungsgrad von Salatgurken und die Größe von Tomaten vorzuschreiben. Die FDP im Europaparlament hat sich erfolgreich gegen diesen Regelungswahn gewehrt.“



