Hotel mies, Airline pleite - EU soll Pauschalreise-Richtlinie überarbeiten

„Die Rechte von Pauschaltouristen wurden vor 20 Jahren zuletzt geregelt, diese Richtlinie ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit“ - Gesine Meißner, Koordinatorin der ALDE im Verkehrsausschuss begrüßt Verbraucherschutzkommissar John Dallis Ankündigung in der gestrigen Plenardebatte, die Richtlinie über Pauschalreisen bis zum Jahr 2011 zu überarbeiten.

„Viele Bürger reisen, ihre Verbraucherrechte sollten geregelt werden, zum Beispiel für den Fall der Insolvenz eines Anbieters, oder um zu klären welche Bedingungen eine Stornierung möglich machen oder wann bei mangelhaften Dienstleistungen Minderung verlangt werden kann“, so Meissner weiter.

Die gültige Richtlinie stammt aus dem Jahr 1990 und ist auf Pauschalreisen konzentriert. Viele Urlauber buchen Ticket, Hotel und Mietwagen heute selbständig im Internet, die klassische Pauschalreise verliert an Bedeutung. Das bestehende Recht ist also nicht mehr auf der Höhe der Zeit und muss an die flexibleren Reisekonzepte angepasst werden, um dieses Segment miteinzubeziehen.

„Es ist unsinnig, dass der Pauschaltourist einen viel höheren Schutz genießt, als der Individualreisende im Hotelzimmer daneben“, so Meissner.