Durchbruch bei der Namensfrage möglich

Jorgo Chatzimarkakis, Vorsitzender der EP-Delegation für die Beziehungen zur ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien hat heute ein erstes postives Fazit des Delegationsbesuches in Skopje gezogen:

“Die Reise war bisher sehr positiv. Ich habe das Gefühl, dass wir dem Durchbruch bei der Lösung der Namensfrage noch nie so nahe waren. Das Treffen mit Premierminister Gruevski war sehr ermutigend, er hat neue Ideen, wie wir zu einer Lösung kommen könnten. Wichtig ist, dass auch die Opposition in Skopje miteinbezogen wird. Es kommt jetzt auf den richtigen europäischen Geist bei allen Partnern an, wir wollen eine Europäisierung des Balkans, nicht umgekehrt. Positiv ist auch, dass das Europäisches Parlament und die Europäische Kommission gemeinsam nach Skopje gekommen sind. Das Parlament hat durch den Vertrag von Lissabon mehr Einfluss bekommen und kann jetzt Druck ausüben. Es ist sehr selten, dass ein Kommissar eine solche Reise begleitet. Das zeigt, dass die EU alle Kanäle nutzt, um die besondere Unterstützung zu untermauern, die nach Verabschiedung des Berichts von Zoran Thaler in Straßburg entstanden ist. Das besondere Momentum, die Namensfrage zu lösen sollte unbedingt genutzt werden. Nächste Woche wird UN-Verhandler Matthew Nimetz nach Skopje reisen. Alle Beteiligten sollten dieses Zeitfenster nutzen!”