Aufklärung schützt vor gefälschten Medikamenten
Laut einer vom Pharmakonzern Pfizer in Auftrag gegebenen Studie beziehen deutsche Verbraucher häufiger als andere Europäer Medikamente aus „dubioser Herkunft ohne das vorgeschriebene Rezept“. Verbraucher geben Zeit- und Geldersparnis als Grund an. Dem steht ein erhöhtes Risiko gegenüber, an Produktfälschungen zu geraten.
Ebenalls von Pfizer stammt die Warnung, dass zwischen 50 und 90 Prozent der inoffiziell gehandelten Medikamente gefälscht seien und entweder gar nicht oder gesundheitsschädlich wirken könnten.
Dazu Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im Europäischen Parlament:
„Wir müssen stärker gegen gefälschte Produkte vorgehen. Der derzeit diskutierte Verordnungsvorschlag der EU Kommission ist dafür die richtige Grundlage. Ein Allheilmittel ist das kostenintensive Kennzeichnen von Arzneimittelpackungen allerdings nicht. Wer aus Geld- oder Zeitgründen das Risiko eingeht, Medikamente aus dubiosen Quellen zu beziehen, den kann auch das schärfste Gesetz nicht schützen. Hier ist Aufklärung und Information gefragt.“



