Andor bleibt konkrete Vorschläge zur Bewältigung der Arbeitslosigkeit schuldig
„Die Europäische Union leidet unter einem akuten Mangel an Fachkräften bei gleichzeitig hoher Arbeitslosigkeit“, so die sozialpolitische Sprecherin der FDP im Europaparlament, Nadja Hirsch. „Um diese Lücke zu schließen, müssen wir unbedingt an der Integration verfügbarer Arbeitskräften arbeiten. Einer der wichtigsten Aspekte ist hierbei die Bildung, Qualifizierung und Weiterbildung.“
„Auch die konsequente Einbindung von Migranten in den Arbeitsmarkt muss stärker verfolgt werden. Hier bleibt László Andor konkrete Vorschläge schuldig. Auch bei Konzepten zur Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt bleibt er vage, ebenso beim brennendsten Thema Europas, der Jugendarbeitslosigkeit. Zielgruppenspezifische Programme und Maßnahmen - für Jugendliche, Migranten, Behinderte, Homosexuelle oder ältere Menschen - sind aber der Schlüssel zum Erfolg. Gerade diese Gruppen werden auf dem Arbeitsmarkt immer noch diskriminiert. Deshalb habe ich László Andor gefragt, ob er sich überhaupt für diesen Aspekt zuständig fühlt“, so Hirsch.
Die Antidiskriminierung soll nämlich in den Kompetenzbereich seiner zukünftigen Kollegin Viviane Reding (Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft) fallen. „Es wäre fatal, wenn Andor diesen Aspekt aus dem Bereich der Sozial- und Beschäftigungspolitik ausblenden würde. Ich werde seine angekündigte Zusammenarbeit mit Viviane Reding genau verfolgen. Begrüßenswert ist es allerdings, dass Andor die Zuständigkeiten der Mitgliedstaaten im sozialen Bereich betont hat. Als FDP werden wir ihn darin bestärken.“



