Handelskommissar muss Rohstoffpolitik ernster nehmen
Der handelspolitische Sprecher der FDP im Europäischen Parlament, Michael Theurer, fordert von der Kommission, der Rohstoffsicherung für die europäische Wirtschaft endlich höhere Priorität einzuräumen.
In der insgesamt überzeugenden Anhörung des designierten Handelskommissars Karel de Gucht wollte Theurer wissen, welche Bedeutung der neue Kommissar einer sicheren Rohstoffversorgung für die europäische Wirtschaft beimisst: „Es geht dabei um viel mehr als Öl und Gas. Es geht um Rohstoffe, wie seltene Erze, die für fast alle Hochtechnologieprodukte benötigt werden. Kurzum, es geht um die Grundlage unseres Wohlstands.“
Als konkretes Beispiel führte Theurer die Versorgung mit Lithium an, das für die Batterieherstellung und damit für das gesamte Spektrum der Elektromobilität von strategischer Bedeutung ist. „Wettbewerbsverzerrende Maßnahmen, beispielsweise durch Länder wie China, müssen von der Kommission aktiv aufgegriffen und in den Verhandlungen zu Handelsabkommen zum Thema gemacht werden“, so Theurer.
„Die Europäische Kommission muss endlich einen ganzheitlichen Ansatz für eine umfassende EU-Rohstoffpolitik definieren“, forderte der FDP-Europaabgeordnete. In seiner Antwort bestätigte Karel de Gucht die Wichtigkeit der Rohstoffversorgung für sein künftiges Dossier und signalisierte Bereitschaft, das von Theurer vorgetragene Anliegen aufzugreifen.



