Fangquotenkompromiss – Fischkutter können auslaufen
Die Agrarminister der EU einigen sich nur auf vorläufige Fischfangquoten, mit Norwegen wurde die EU nicht handelseinig. „Gut dass es eine vorläufige Einigung gibt“, sagt Britta Reimers, fischereipolitische Sprecherin der FDP im EP, „die Fischer können auch im neuen Jahr ihrer Arbeit nachgehen.“
„Mit dieser Einigung wissen die Fischer vorerst woran sie sind. Mit den vereinbarten Quoten sind sicherlich nicht alle Partner zufrieden, aber es ist ein notwendiger Kompromiss zwischen Nutzung und Schutz der Bestände. Die Kommission muss jedoch so schnell wie möglich zu einer Einigung mit Norwegen kommen. Notwendig wäre darüber hinaus eine grundsätzliche Reform der gemeinsamen Fischereipolitik. Die dafür nötigen Mehrheiten sind allerdings nicht in Sicht. Wir müssen also die relative Stabilität der Quoten für unsere Fischer sichern.“
Die Gespräche mit Norwegen werden Mitte Januar wieder aufgenommen, mit dem Ziel endgültige Fangquoten für 2010 festzulegen. Norwegen ist nicht Mitglied der EU, Fischbestände in der Nordsee werden aber von beiden Seiten gemeinsam verwaltet, um diese langfristig zu sichern.



