Nichtraucherschutz mit Volkserziehung verwechselt
In einer Resolution zum Nichtraucherschutz fordert das EU-Parlament eine Verschärfung der Rauchverbote. „Das geht zu weit“, kritisiert Holger Krahmer, gesundheitspolitischer Sprecher der FDP im EP, die die Resolution ablehnt:
„Es geht längst nicht mehr um Nichtraucherschutz, sondern um Volkserziehung. Tabak ist ein legales Produkt und sollte frei konsumiert werden dürfen. Es ist die Entscheidung des Rauchers, ob er die bekannten Risiken eingehen möchte. Klar ist, dass Kinder, Patienten und Arbeitnehmer geschützt werden müssen. Das die EU dem Besitzer einer Eckkneipe vorschreibt, ob an seinem Tresen geraucht werden darf oder nicht, geht zu weit. Die Resolution ist auch nach einigen Abschwächungen zu strikt und wird daher abgelehnt.“
Die Abgeordneten fordern in der Resolution unter anderem ein absolutes Rauchverbot in allen geschlossenen Arbeitsräumen. Auch die Einrichtung von Raucherinseln wäre dann nicht mehr möglich. Die Resolution ist nicht verbindlich kann aber zur Grundlage für eine spätere EU-Regulierung durch die Kommission beachtet werden.



