Skopje gerät jetzt unter Zugzwang

Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien ist einen Schritt weiter auf dem Weg in die EU. Bei der Vorstellung des Fortschrittsberichts über das Balkanland hat EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn die Aufnahme von Beitrittsverhandlungen empfohlen.

Jorgo Chatzimarkakis, Vorsitzender der Delegation im Gemischten Parlamentarischen Ausschuss EU-Ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, begrüßt den Fortschritt: “Es ist erfreulich, dass die Grundsätze des Beitrittskatalogs bereits erfüllt sind.” Der Parlamentsausschuss befasst sich mit den Beziehungen zwischen der EU und Skopje.

Chatzimarkakis weiter: “Skopje steht nun unter Zugzwang, um sich ernsthaft mit allen Nachbarn, insbesondere Athen, an einen Tisch zu setzen und alle offenen Fragen zu klären. Durch die neugewählte, sozialdemokratische Regierung in Griechenland sind dabei auch auf griechischer Seite gute Vorraussetzungen für eine konstruktive Lösung vorhanden.”

Als größtes Hindernis für einen Beitritt gilt der weiter ungelöste Namensstreit mit Griechenland. Athen sieht in dem von Skopje verwendeten Namen „Republik Mazedonien“ einen Gebietsanspruch auf die gleichnamige griechische Provinz. Die ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien hat seit Ende 2005 den Status eines EU-Beitrittskandidaten