Schlüsseltechnologien für EU unverzichtbar

Die EU-Kommission will Industriepolitik auf europäischer Ebene betreiben. In einer Mitteilung wird angekündigt, statt einzelner Industriezweige künftig Schlüsseltechnologien zu fördern. Deren Wertschöpfungskette, inklusive Arbeitsplätze, soll in Europa gehalten und ausgebaut werden. Konkret genannt: Nanotechnologie, Mikro- und Nano-Elektronik, Halbleiter, Biotechnologie, zukunftsweisende Materialien und Photonik.

Der industriepolitische Sprecher der FDP im Europäischen Parlament, Dr. Jorgo Chatzimarkakis begrüßt die Initiative:

“Die EU-Kommission schlägt einen völlig neuen Weg in der Industriepolitik ein. Das ist richtig so. Schlüsseltechnologien sind die Innovationstreiber der Zukunft und nicht nur von strategischer Bedeutung sondern unverzichtbar. Bislang werden in Europa Forschungsergebnisse zu wenig konsequent umgesetzt, es fehlt an Finanzierung, Experten und die Förderung gleich einem Flickenteppich. Außerdem müssen sie oft unnötige bürokratische Hürden überwinden, die müssen abgebaut werden.

Andere Staaten fördern Schlüsseltechnologien wie Nanotechnologie bereits mit Priorität. Es ist höchste Zeit, dass sich Europa dieser Herausforderung stellt. Dafür muss die Mitteilung der Kommission aber auch konsequent umgesetzt werden. Und es müssen alle zur Verfügung stehenden Instrumente für diesen Ansatz beispielsweise das Europäische Innovations- und Technologieinstitut(EIT) eingesetzt werden.”

Die Mitteilung der Kommission (KOM (2009) 512/3 „Zur Entwicklung einer gemeinsamen Strategie für Schlüsseltechnologien in der EU“ wurde heute (30. September) verabschiedet. Ministerrat und Europäischer Rat werden sich voraussichtlich im Dezember mit der Mitteilung befassen.