Mehr EU-Prävention bei Waldbränden

Bessere Hilfe für die Opfer von Waldbränden sowie mehr Prävention - das ist Kern eines fraktionsübergreifenden Entschließungsantrags, den das Europäische Parlament heute angenommen hat.

Hintergrund des Antrags sind die verheerenden Waldbrände, die im August 2009 untern anderem in Griechenland (Athen) ausgebrochen waren. Hier wurden 21.000 Hektar Land und 150 Häuser zerstört. “Die EU muss mehr zur Prävention von Waldbränden beitragen”, sagte der Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis, der ebenfalls für die Resolution gestimmt hat.
 
Die bereits existierenden EU-Instrumente zur Brandbekämpfung und Prävention wie beispielweise das Monitoring and Information Centre (MIC), ein 24-Stunden-Callcenter, das in Notfällen Hilfe koordiniert, leisteten bereits wichtige Arbeit, so der Abgeordnete weiter. “Jetzt müssen allerdings auch die Mitgliedsstaaten mehr in die Pflicht genommen werden und sich effizienter einbringen.”
 
Dies ist auch Kern des heutigen Entschließungsantrags. Chatzimarkakis unterstützte insbesondere Änderungsanträge, die die Mitgliedsstaaten aufforderten, mehr Prävention zu leisten, eine kritische Bestandsaufnahme bestehender Maßnahmen durchzuführen sowie besser untereinander zu koordinieren. “In Deutschland haben wir mit der Freiwilligen Feuerwehr ein sehr gutes System, das ließe sich auch auf andere Länder wie etwa Griechenland übertragen”, so Chatzimarkakis weiter.
 
Aber auch die EU könne mehr tun. “Die European Union Forest Fire Tactical Reserve (EUFFTR) besteht zurzeit nur aus zwei geleasten Maschinen mit einem Budget von 3.5 Millionen €  -  das ist keineswegs ausreichend”, kritisierte Chatzimarkakis.