“Wir wollen ein gesundes Unternehmen Opel”

“Der ‘Fall Opel’ ist nicht nur ein deutsches, sondern auch ein europäisches Problem, das ein gemeinsames Vorgehen erfordert”, sagte der Europaabgeordnete Jorgo Chatzimarkakis im Europäischen Parlament in Straßburg.

Im Anschluss an eine Erklärung der Kommission zum ‘Fall Opel’ warnte Chatzimarkakis davor, einen deutschen Sonderweg einzuschlagen: “Wir wollen ein Opel das lebt, wir wollen um jeden Arbeitsplatz kämpfen. Wir wollen keine Lösung auf Kosten unserer europäischen Partner, von denen auch Deutschland als Exportnation abhängt.”

Hintergrund der Erklärung ist der mögliche Verkauf des Automobilherstellers Opel an den Automobilzulieferer Magna sowie an die russische Sberbank. Die deutsche Bundesregierung unterstützt die Übernahme mit Darlehen und Bürgschaften von 4,5 Milliarden Euro.

Chatzimarkakis machte deutlich, dass “unklar ist, welche langfristigen Verpflichtungen auf die Steuerzahler zukommen. Der Fall Opel hat mehr mit Wahlkampf zu tun, als mit ehrlicher und europarechtlich sauberer Wirtschafts- und Industriepolitik.”

Immer öfter falle auf, dass nur den Großen geholfen werde, kleine und mittelständische Unternehmer würden nicht ausreichend berücksichtigt; dabei seien gerade sie das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, so Chatzimarkakis weiter.