Genitalverstümmeling weltweit ächten

Anläßlich des Internationalen Tages gegen Weibliche Gentialverstümmelung am 6. Februar fordert Alexander ALVARO, MdEP eine europäische Strategie im Kampf gegen diese unmenschliche Praxis: „Dieser Brauch gefährdet Mädchen und junge Frauen und ist in allen EU- Mitgliedstaaten verboten. Dennoch ist selbst bei uns das Problem noch nicht gelöst, da die Praxis unter Zuwanderern in der EU teilweise noch aufrechterhalten wird. Daher setze ich mich mit Kollegen im Parlament für eine europäische Strategie zum Schutz von in der EU lebenden Mädchen ein. Ein entsprechender Bericht dazu steht im kommenden Monat zur Abstimmung.”

Jedes Jahr erleiden weltweit circa 3 Millionen Mädchen die brutalen Verstümmelungen und tragen dabei nicht nur bleibende körperliche Verletzungen und chronische Schmerzen, sondern auch ein lebenslanges psychisches Trauma davon. Dass Weibliche Genitalverstümmelung (FGM) überwunden werden kann, zeigen jedoch viele positive Beispiele aus Afrika.

ALVARO unterstützt seit Jahren ein Projekt in Kenia, das es geschafft hat, die dortige Gesellschaft in einer Grassroots- Bewegung von Grund auf zu verändern. Obwohl FGM in Kenia verboten ist, ist die Praxis nach wie vor weit verbreitet. „Dies macht es schwer, ein Umdenken in den Köpfen der dortigen Gesellschaft zu bewirken. Durch Seminare und Informationsveranstaltungen konnte das Fulda-Mosocho-Projekt jedoch bereits erste große Erfolge erzielen: Die Beschneidungsrate lag in dem betreffenden Gebiet 2002 bei rund 98 Prozent; seit Beginn der Aufklärungsarbeit konnte die Zahl der Verstümmelungen um 50 Prozent gesenkt werden. Diese Erfolge müssen gewürdigt werden. Gleichzeitig sollte Weibliche Genitalverstümmelung weltweit geächtet werden“, so ALVARO abschließend.