Europaparlament könnte 20.000 Tonnen CO2 einsparen
Alexander ALVARO (FDP), Vorsitzender der Kampagne für Parlamentsreform, schlägt radikale Maßnahmen für ein umweltfreundlicheres Europäisches Parlament vor: “Die Ankündigung des Parlamentspräsidiums, die Umweltverträglichkeit der Parlamentsgebäude bis 2020 zu verbessern und dabei z.B. den Fuhrpark schrittweise auf Hybridautos umzustellen, begrüße ich ausdrücklich. Die effizienteste Maßnahme, die Klimabilanz des Parlaments langfristig zu verbessern, wäre jedoch, endlich mit dem monatlichen Wanderzirkus zu Plenarsitzungen nach Straßburg aufzuräumen.”
“Die Machbarkeitsstudie des Parlaments hat ganz klar erwiesen, dass der hohe Energiebedarf des Parlaments vor allem von den europarechtlich festgelegten Sitzen in drei Ländern herrührt”, sagt ALVARO, “während eine bereits 2007 von der Kampagne für Parlamentsreform angeregte Studie zeigte, dass die 200 Millionen Euro an Kosten für den Betrieb von ca. 300.000m² Fläche der Straßburger Gebäude eingespart werden könnten sowie die Anreisekosten von 785 Abgeordneten, deren Mitarbeitern und zusätzlich ca. 1800 Parlamentsangestellten, Beamten der anderen Institutionen, Journalisten und Interessenvertretern. Der Wanderzirkus verursacht damit jährlich 20.000 Tonnen CO² Ausstoß, der vermeidbar wäre. Diese Zahlen sind nicht von der Hand zu weisen. Dennoch wird vonseiten des Parlamentspräsidiums keine Diskussion über dieses politisch schwierige Thema zugelassen.”



