Chatzimarkakis mit Preis für Interkulturellen Dialog ausgezeichnet
Die Internationale Vereinigung COJEP (Conseil de la Jeunnesse Pluriculturelle) mit Sitz in Straßburg vergibt alljährlich Preise für herausragendes Engagement um Frieden und interkulturellen Dialog. Zur Preisverleihung fordert Chatzimarkakis einen „Europäischen Koran“.
Der Anruf kam überraschend und kurz vor Weihnachten. Für sein langjähriges Engagement und entschiedenes Eintreten im Europäischen Parlament für einen interkulturellen Dialog sollte Jorgo Chatzimarkakis den COJEP Preis 2007 für Frieden und interkulturelle Verständigung erhalten. Über diese Auszeichnung freute sich Chatzimarkakis besonders, gerade auch, weil er sich nicht zu den Multi-Kulti-Träumern zählt, sondern mit realistischem Blick auch auf die Probleme der Einwanderer bei der Integration klare Regeln fordert. So machte Chatzimarkakis anlässlich der Preisverleihung klar: „Wir Europäer haben uns über Jahrtausende eine stabile Wertetradition aufgebaut. Diese mag vielschichtig sein, regional gefärbt oder hin und wieder unterschiedlich stark betont werden. Aber wir haben doch ganz klare Vorstellungen von den unantastbaren moralischen Grenzen des Zusammenlebens in Europa“. Dazu gehöre die Rolle der Frau, die Freiheit des Individuums, Abkehr von der Todesstrafe und Gewaltverzicht, sowie ein stark verankertes Recht auf freie Meinungsäußerung. Besonders der Islam tue sich in seiner Vielfalt manchmal schwer damit, diesen Wertekanon anzuerkennen. „Wir brauchen heute einen ‚Europäischen Koran“, einen Katechismus, der den Muslimen zeigt, dass Islam und europäischer Wertekanon vereinbar sind“, forderte Chatzimarkakis anlässlich der Preisverleihung. Den Menschen müsse klar gesagt werden, welche Auslegung des Koran akzeptabel sei und welche nicht. Er erwarte von den muslimischen Mitbürgern, dass sie einen solchen Katechismus schaffen.



